90 Tage Zeit: Erweiterter Support für Exchange Server 2013 endet


Administratoren von Exchange Server 2013 dürften inzwischen eine Meldung vom Mailserver erhalten, dass die Unterstützung in 90 Tagen ausläuft. In etwa drei Monaten, am 11. April 2023, verteilt Microsoft für den Exchange 2013 mit erweitertem Support die letzten Aktualisierungen – und läutet damit auch das Ende der Unterstützung durch Microsoft-Mitarbeiter ein.

Die endgültigen Daten finden sich auch auf der Lifecycle-Webseite zu Microsofts Exchange Server 2013. Betroffen sind beide verfügbare Editionen des Mailservers, sowohl Standard, als auch Enterprise.

Microsoft bietet nach dem 11. April dieses Jahres keine technische Unterstützung mehr für möglicherweise auftretende Schwierigkeiten. Ebenso müssen Exchange-Administrierende auf Fehlerbehebungen für Probleme verzichten, die die Stabilität und Nutzbarkeit des Servers betreffen.

Besonders schwer wiegt jedoch, dass es dann keine Sicherheits-Updates zum Schließen von Schwachstellen mehr gibt. Cyberkriminelle erhalten dadurch leichtes Spiel, den veralteten Server und von dort aus weiter womöglich das komplette Netzwerk zu kompromittieren. Selbst mit verfügbaren Sicherheits-Patches bleiben zwar viele Exchange-Server für Cyber-Attacken wie aktuell für ProxyNotShell anfällig, jedoch haben dort die IT-Verantwortlichen geschlampt und die Aktualisierungen noch nicht installiert. Solche aktiv angegriffenen Sicherheitslücken können Admins dann jedoch gar nicht mehr abdichten, selbst, wenn sie es wollten.

Als Migrationspfad stehen insbesondere für die OnPremise-Installation im eigenen Netzwerk die Exchange-Server 2019 und neuer bereit. Zwar erhält der Exchange Server 2016 noch erweiterten Support bis 2025, stellt mit dem bereits 2020 abgelaufenen Mainstream-Support eher keine ernst zu nehmende Alternative dar.

In der Microsoft Tech-Community hat das Exchange-Team eine Anleitung bereitgestellt, wie IT-Verantwortliche einen Exchange-Server 2013 planvoll und ohne Rückstände stilllegen können, nachdem sie ihn auf aktuelle, noch unterstützte Server-Software migriert haben. Bereits in der Jahresmitte 2022 hatte Microsofts Senior Product Marketing Manager Scott Schnoll, auf das nahende Ende des Exchange-Servers 2013 hingewiesen. Er erläuterte dort bereits die Folgen, die das Support-Aus hat.


(dmk)

Zur Startseite



Heinz Duthel

Schreibe einen Kommentar