Berechnung der Rentenversicherung: Weniger Grundrente-Beziehende als erwartet


Stand: 13.01.2023 18:46 Uhr

Nach jahrelangem Streit in der Großen Koalition wurde 2021 die Grundrente eingeführt. Der Zuschlag wird inzwischen an 1,1 Millionen Rentnerinnen und Rentner ausgezahlt. Die Bundesregierung hatte mit mehr Beziehenden gerechnet.

Auf die vor zwei Jahren eingeführte Grundrente haben nach Berechnungen weniger Rentnerinnen und Rentner Anspruch als erwartet. Rund 1,1 Millionen Ruheständler würden jeden Monat durchschnittlich 86 Euro mehr bekommen, teilten die Rentenversicherung und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil mit.

Bei Einführung der Grundrente Anfang 2021 hatte Heil die Zahl der voraussichtlichen Nutznießer noch auf 1,3 Millionen beziffert.

Die Grundrente war Anfang 2021 für Menschen mit kleiner Rente eingeführt worden. Über deren Einführung hatte es jahrelang Streit in der damaligen Großen Koalition aus Union und SPD gegeben, bevor sie im Juli 2020 vom Bundestag beschlossen wurde.

„Enormer Kraftakt“ für Rentenversichung

Die Präsidentin der Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach, bezeichnete die Grundrente als einen „enormen Kraftakt“ für die Behörde. Bei allen Neurenten und rund 26 Millionen Bestandsrenten sei der Grundrenten-Anspruch geprüft worden. Künftig erfolge die Einkommensüberprüfung jährlich. „Das ist aber insgesamt nicht mehr so aufwendig wie der Einführungsaufwand“, so Roßbach.

Grundrente bekommt, wer mindestens 33 Jahre Beiträge gezahlt hat. Sie richtet sich an Geringverdiener, wobei die Beitragsleistung mindestens 30 Prozent des Durchschnittsverdienstes entsprochen haben muss.



Heinz Duthel

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