Cross-Plattform: React Native 0.71 baut standardmäßig auf TypeScript


Das aus dem Hause Meta stammende Framework React Native liegt ab sofort in Version 0.71 vor. Das Feature-Release bringt verschiedene neue Funktionen und Einstellung wie das automatische Konfigurieren neuer App-Projekte für TypeScript. Auch die seit dem Vorgänger-Release als Standard festgelegte JavaScript-Engine Hermes wurde weiter optimiert – und verspricht unter anderem mehr Performance.

Entwicklerinnen und Entwickler, die über die Kommandozeile (CLI) in React Native 0.71 ein neues Projekt für eine React Native App anlegen, erhalten beim Setup automatisch eine tsconfig.json, die TypeScript als Standard festlegt. Darüber hinaus dürfen sie künftig genauere TypeScript-Deklarationen aus dem react-native-Package erwarten. @types/react-native sei damit nach Einschätzung des Entwicklungsteams nicht mehr notwendig und sollte auch aus den devDependencies der package.json entfernt werden.

Mit den Flexbox-Layouts lässt sich die Anordnung von App-Komponenten für verschiedene Displaygrößen weitestgehend flexibel gestalten. Mit dem Update auf Version 0.71 bietet React Native nun die offenbar von vielen lang ersehnten Eigenschaften gap, rowGap und columnGap. Sie eigenen sich insbesondere für responsive Layouts, in denen die Abstände von Elementen mit variierender Größe in einer Flexbox genauer festgelegt werden sollen – eine Aufgabe, die sich bisher mit Child Margins häufig nur schwierig umsetzen ließ. Zunächst lassen sich die Abstände über die gap-Properties pixelgenau einstellen, andere Größenoptionen, etwa in Prozent, sollen in späteren Releases folgen.

Die quelloffene JavaScript-Engine Hermes hatte das Meta-Entwicklungsteam einst speziell für React Native entwickelt, um React-Native-Anwendungen zu beschleunigen, zum Standard im Framework wurde sie jedoch erst mit dem Release 0.70. Nun spendiert das Team der Engine ein paar Verbesserungen. Hermes unterstützt ab sofort .at() für String, TypedArray und Array. Darüber hinaus versprechen gezielte Optimierungsmaßnahmen bis zu 30 Prozent mehr Performance für JSON.parse.

Auch die Arbeiten zur Umstellung auf die neue Architektur, um die sich eine eigene Working Group kümmert, gehen weiter. Das auf Maven Central aufbauende neue Verteilungsmodell soll beispielsweise helfen, verschiedene Build-Probleme unter Windows zu beheben und die Build-Zeiten unter Android zu verkürzen. Im Hinblick auf ein besseres Dependency-Management für iOS steht Library-Maintainern die neue Funktion install_module_dependencies zur Verfügung. Sie lässt sich aus dem Package podspec heraus aufrufen und installiert die für die React Native New Architecture erforderlichen Abhängigkeiten.

Mehr Details zu allen wichtigen Neuerungen im Release finden Interessierte im React-Native-Blog. Eine vollständige Übersicht aller Änderungen bietet das Changelog im GitHub-Repo.


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Heinz Duthel

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