Deutsche spenden gerne Mobilitätsdaten: Was sie dafür erwarten


Wenn es um ihre anonymisierten Mobilitätsdaten geht, sind die Deutschen offenbar sehr spendabel: Laut einer Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom sind 9 von 10 Deutschen bereit, diese Daten unter bestimmten Voraussetzungen zu teilen. Im Gegenzug erhoffen sie sich, dass bestehende Mobilitätsangebote verbessert werden, sich der Verkehrsfluss auf ihren Alltagsrouten verbessert oder sie Statistiken und Daten erhalten.

Zu den Mobilitätsdaten zählen zum Beispiel Informationen über die Wege zum Arbeitsplatz oder die Nutzung des eigenen Autos sowie Daten über die aktuelle Verkehrslage sowie Fahrten mit Bus und Bahn. Befragt wurden 1005 Personen ab 16 Jahren. Acht Prozent wären auf keinen Fall bereit, Mobilitätsdaten zu teilen, drei Prozent haben sich dazu noch keine Meinung gebildet oder wollen keine Angaben machen. Mit der Mobilitätsdatenverordnung hat der Gesetzgeber bereits den rechtlichen Rahmen für die Datenerhebung geschaffen.

Zu den weiteren Gründen für das Teilen der Daten, die die Befragten befürworten, zählen die Unterstützung der öffentlichen Forschung und das Erhoffen finanzieller Vorteile. Jeder Neunte würde die Daten ohne Bedingungen bereitstellen – so denn optimaler Datenschutz gewährleistet ist.

Der Bitkom-Verband sieht in der Zustimmung ein Zeichen dafür, dass digitale Mobilität bei der Bevölkerung angekommen ist. Bitkom-Präsident Achim Berg plädiert dafür, die Daten gezielter einzusetzen: „Mit Daten können wir den Verkehr klimaschonender, sicherer, komfortabler und zuverlässiger machen.“ So könnten die Informationen etwa von ÖPNV-Unternehmen und anderen Mobilitätsanbietern genutzt werden, um dort Angebote zu machen, wo sie benötigt werden oder vorhandene zu verbessern. Sie könnten aber auch in der Verkehrsplanung helfen.


(mki)

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Heinz Duthel

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