Grünheide: Verband sieht Kontrolle des Wasserverbrauchs durch Tesla kritisch


Der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) befürchtet, dass es keine ausreichende Kontrolle des Grundwassers bei Tesla in Grünheide gibt. Tesla hat gegen die Auflage, dass der Wasserverband bei allen Grundwasserfragen einbezogen wird, erfolgreich Widerspruch beim Landesumweltamt eingelegt. „Das macht uns natürlich misstrauisch“, sagte Verbandsvorsteher André Bähler der dpa. Er bezweifle eine ernsthafte Kontrolle und nannte als Beispiel für sein Misstrauen, dass im vergangenen Jahr Abfall bei Tesla gebrannt hat, das Abfalllager aber keine Genehmigung gehabt habe.

Der Umweltausschuss des Landtags befasst sich in einer Sondersitzung mit dem Fall. Der Wasserverband hat gegen die Entscheidung des Landesumweltamtes zum Widerspruch Teslas Klage vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) eingelegt. Nach Ansicht des Umweltministeriums bestehen jedoch keine Risiken, da Tesla regelmäßig durch das Land und den Landkreis Oder-Spree überwacht werde. Der Wasserverband könne zudem die Daten von Tesla einsehen. Die Eigenkontrolle für Grundwasser durch das Unternehmen sei üblich.

Tesla hat Widerspruch beim Landesumweltamt gegen die Auflage eingelegt, dass der Wasserverband Strausberg-Erkner, der Tesla beliefert, bei Grundwasserfragen einbezogen wird. Dass Tesla damit letztlich erfolgreich gewesen sei, nannte die Freie-Wähler-Abgeordnete Christine Wernicke „unerträglich“. Auch die Linken schlossen sich der Kritik an: „Für uns ist schon die Frage, warum der Wasserversorger (…), der zuständig ist für die Sicherheit des Grundwassers, hier nicht einbezogen wird“, sagte Linksfraktionschef Sebastian Walter.

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Die Linke und BVB/Freie Wähler im Landtag hatten die Sondersitzung beantragt. Sie wollten Verbandsvorstand Bähler einladen, damit er dem Ausschuss berichtet. Das lehnten die Koalitionsfraktionen ab, ließen aber offen, ob es künftig eine Anhörung gibt. Bähler sagte: „Insofern ist eine umfassende, objektive Berichterstattung nicht zu erwarten.“ Tesla produziert in Grünheide seit vergangenem Jahr das Model Y. Umweltverbände sehen Risiken für das Wasser. Ein Teil des Werksgeländes liegt in einem Wasserschutzgebiet. Tesla hatte Bedenken stets zurückgewiesen.


(mfz)

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Heinz Duthel

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