Kurz informiert: Wissing zu KI, Threema, Balkonkraftwerke bei Netto, Autogipfel


Digitalminister Volker Wissing hat sich gegen eine strenge Regulierung von Systemen mit künstlicher Intelligenz ausgesprochen. Er argumentiert, dass sich KI schnell und massiv im Alltag der Menschen etablieren werde und eine Regulierung auf Transparenz ausgerichtet sein sollte statt auf Eindämmung oder Verbot. Er hatte kürzlich das KI-Unternehmen OpenAI besucht, welche derzeit mit ihrem Textroboter ChatGPT, welches auf dem KI-Modell GPT-3 basiert, im Fokus der Öffentlichkeit steht. Wissing sagte, dass die kommende Generation des KI-Sprachmodells GPT-4 Dinge ermöglichen werden, die das Leben verändern werden, wie Simultanübersetzungen in alle Sprachen in Sekundenschnelle oder das Ausarbeiten von Reden oder Vorträgen innerhalb von Sekunden.




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Der Schweizer Messenger-Dienst Threema hat jahrelang eine veraltete Verschlüsselungstechnologie verwendet, was zu einer Reihe von Schwachstellen geführt habe, wie Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich entdeckten. Angreifer hätten dadurch Metadaten der Kommunikation mitzulesen, Nachrichten zu löschen oder deren Reihenfolge ändern können. Die Wissenschaftler haben das Unternehmen im Oktober 2022 über ihre Funde informiert und ihm 90 Tage Zeit für die Behebung der Schwachstellen gegeben, bevor sie ihre Ergebnisse veröffentlichten. Threema-Geschäftsführer Martin Blatter hält die Erkenntnisse der Forscher nicht für gravierend. Angreifer hätten nicht an die Inhalte der Chats gelangen können. Threema hat die Probleme jedoch inzwischen behoben und den Messenger-Dienst aktualisiert.

Die Bundesregierung hat sich auf einer Konferenz mit der „Strategieplattform Transformation der Automobil- und Mobilitätswirtschaft“ erneut das Ziel gesetzt, bis 2030 mindestens 15 Millionen vollelektrische Autos auf die Straßen Deutschlands zu bringen. Diese Zielstellung wurde von Vertretern der Auto- und Energiebranche, Arbeitnehmern, Wissenschaftlern, Ländern und Kommunen besprochen und unterstützt. Es gab jedoch Kritik am Tempo des Wandels, insbesondere von Umweltorganisationen und Gewerkschaftsvertretern, die mehr öffentlichen Verkehr und weniger Autos fordern. Der Chef der IG Metall, Jörg Hofmann, betonte, dass die mangelhafte Ladeinfrastruktur ein großes Hindernis für die Einführung von Elektroautos darstelle.

Die Nachfrage nach Balkonkraftwerken in Deutschland scheint zu Jahresbeginn weiter hoch. Lebensmittel-Discounter Netto hatte zu Jahresbeginn eine solche Mini-Solaranlage angeboten, dass das Set war jedoch innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Jetzt kann man das Balkonkraftwerk zumindest wieder bei Netto bestellen. Begünstigt wird die Nachfrage zudem durch steuerliche Vorteile seit dem 1. Januar. Seit Jahresbeginn fällt die Umsatzsteuer auf Photovoltaik für Wohnhäuser weg. Ob neben Netto weitere Discounter und Supermärkte in das Geschäft mit Balkonkraftwerken einsteigen werden, ist aktuell noch offen. Zumindest bei Aldi Nord befindet man sich jedoch offenbar in der Diskussion. „Wir beschäftigen uns derzeit mit dem Thema Balkonkraftwerke und beobachten den Markt“, sagte eine Aldi-Sprecherin gegenüber heise online.


(mack)

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Heinz Duthel

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