MacBook Pro und Mac mini 2023: Langsamere SSDs in Basismodellen


Volle SSD-Geschwindigkeit gibt es in den neuen MacBook Pros und Mac minis mit M2 (Pro) offenbar nur gegen Aufpreis: Die SSD in der jeweils günstigsten Basiskonfiguration der neuen Modellreihen ist erheblich langsamer als erwartet, wie erste Nutzer berichten. Die mit Benchmark-Tools gemessenen SSD-Transferraten liegen dabei nicht nur weit unter den Geschwindigkeiten der teueren Konfigurationen, sondern sind auch langsamer als die M1-Vorgänger mit gleicher Speicherplatzgröße.

In den mit Blackmagic Disk Speed Test durchgeführten Messungen kommt die 512-GByte-SSD im MacBook Pro 14″ sowie im Mac mini M2 Pro auf Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von rund 3000 MByte/s. Zum Vergleich: Das 2023er MacBook Pro im Test von Mac & i mit einer 2-TByte-SSD erzielte mit Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von 5000 respektive 6000 MByte/s praktisch doppelt so schnelle Transferraten – genauso wie der Mac mini (M2 Pro) mit 1-TByte-SSD. Das 14″ MacBook Pro mit 4-TByte-SSD erreichte Schreibgeschwindigkeiten über 7000 MByte/s.

Generell ist zu erwarten, dass größere SSDs auch schnellere Transferraten bieten, allerdings ist die SSD in den neuen Einstiegsmodellen nach ersten Messungen auch deutlich langsamer als beim Vorgänger mit identischer Speicherplatzgröße. Ein 14″ MacBook Pro mit M1 Pro (Baujahr 2021) kommt im Basismodell auf Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von knapp 4000 MByte/s respektive 5000 MByte/s.

Das Einstiegsmodell des Mac mini M2 mit 256 GByte SSD erreicht Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von nur rund 1500 MByte/s und sei damit bis zu 50 Prozent langsamer als der M1-Vorgänger mit 256 GByte SSD, berichtet Macrumors.

Erste Blicke in das Geräteinnere der neuen Modelle deuten an, dass Apple hier ähnlich verfährt wie beim MacBook Air M2 und 13″ MacBook Air M2, das im vergangenen Jahr bereits mit deutlich langsameren SSD-Geschwindigkeiten im Basismodell auffiel. Statt auf 2 x oder 4 x 128 GByte fassende NAND-Chips zu setzen, lötet Apple nun Flash-Module mit 1 x 256 GByte oder 2 x 256 GByte auf die Hauptplatine. Das verringert zugleich die nutzbaren Speicherkanäle und sorgt wohl für die deutlich geringeren Transferraten. Man nutze ein einzelnes NAND-Modul mit noch höherer Dichte, betonte der Hersteller im vergangenen Jahr, das könne zu „Differenzen“ bei den Benchmarks führen, in „echten Aktivitäten“ seien die neuen Modelle „noch schneller“. Zu den aktuellen Unterschiedenen bei den M2-Pro-Modellen hat sich Apple noch nicht geäußert.

Ob und wie stark sich die niedrigeren Geschwindigkeiten im Alltagseinsatz bemerkbar machen, hängt letztlich von Anwendungsfall und Workflows ab. Die SSD in MacBook Pro und Mac mini lässt sich nicht nachträglich vom Nutzer tauschen. Apple veranschlagt hohe Preise für mehr Speicherplatz beim Kauf: Das Upgrade von 512 GByte auf 1 TByte kostet 230 Euro.


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(lbe)

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Heinz Duthel

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