Montag: Google gegen Internet-Haftungsumkehr, Airbus testet autonome Flugzeuge


Der Supreme Court verhandelt über elementare US-Haftungsprivilegien für soziale Netzwerke. Google mahnt, diese zu erhalten, sonst drohe weitgehende Zensur. Eine Haftung für von Nutzern eingestellte Inhalte etwa bei YouTube könnte „das Internet auf den Kopf stellen“. Kopflos Passagierflugzeuge fliegen, das will Airbus testen. Das DragonFly-System soll in Notfällen autonome Flugkorrekturen und Landungen ohne Piloten ermöglichen. Hoffentlich ist dieses System geschützt gegen Cyberangriffe, die derzeit eine taiwanische Fluggesellschaft untersucht. Hacker behaupten, Zugriff auf Fluggastdaten erlangt zu haben und haben Namen prominenter Passagiere im Internet veröffentlicht – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Google warnt: Ein erwartetes Urteil in einem Fall vor dem Obersten Gerichtshof der USA zur Haftungsfreistellung für soziale Netzwerke wie YouTube, Facebook, Instagram, TikTok oder Twitter könnte „das Internet auf den Kopf stellen“ und zu einer weitverbreiteten Zensur führen. Sollten die Richter die Privilegien einschränken, sähen sich große Betreiber gezwungen, mehr potenziell anstößige oder schädliche Inhalte zu blockieren. Kleinere Webseiten dürften dagegen ihre Filterbemühungen und Faktenchecks aussetzen: Google und Section 230 – US-Gerichtsurteil könnte „Internet auf den Kopf stellen“.

Autopiloten sind in Flugzeugen weitverbreitet. Bisher werden sie in der Regel aber nur während des monotonen Fluges sowie bei Landungen bei schlechten Sichtverhältnissen eingesetzt. Airbus will die Technik nun verfeinert und soweit entwickelt haben, dass sie zu jeder Zeit autonom einen Flughafen in der Nähe auswählen, eine Landung schaffen und per Rollunterstützung ein Passagierflugzeug auch sicher auf dem Boden bis zum Gate bringen kann. Eine Tochterfirma von Airbus hat mit der Erprobung am Boden und während des Fluges bereits begonnen: Ohne menschliche Piloten – Airbus testet Passagierflugzeug mit autonomer Landung.

Die taiwanische Fluggesellschaft China Airlines hat zugegeben, anonyme Drohungen von Hackern erhalten zu haben. Die Angreifer haben eine Liste prominenter Passagiere aus Taiwan im Internet veröffentlicht, um ihre Forderungen zu untermauern. Allerdings sollen die Daten nicht dem Vielfliegerprogramm entsprechen, sodass unklar ist, ob sie tatsächlich aus einem Cyberangriff stammen. Trotzdem hat die Fluggesellschaft die Ermittlungsbehörden eingeschaltet und untersucht die Sicherheit seines Systems. Kunden wurden an das regelmäßige Ändern ihrer Kennwörter erinnert: Taiwanische Fluglinie untersucht möglichen Hacker-Angriff auf Passagierdaten.

Microsoft sollte dem US-Militär 6900 Kampfbrillen auf Basis der Hololens 2 für 400 Millionen US-Dollar liefern. Nach ersten Tests stoppte der Kongress nun den Auftrag, weil die Soldaten massive Probleme bekamen. Microsoft muss nachbessern und bekommt dafür 40 Millionen Dollar. Das System weist nach ersten umfassenden Tests im vergangenen Sommer offenbar schwere Mängel auf. Über 80 Prozent der Soldaten hätten bereits in den ersten drei Stunden über körperliche Beschwerden geklagt: Microsoft muss Hololens-Kampfbrille für Militär überarbeiten – Auftrag gestoppt.

KI ist derzeit eines der großen Themen der Technikwelt. In der letzten Ausgabe der c’t Fotografie 1/2023 erklärten wir anhand von Bildbeispielen, was von KI-Fotogeneratoren wie DALL∙E von OpenAI zu erwarten ist und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt. Vom gleichen Unternehmen stammt der Chatbot ChatGPT, der erst im Dezember 2022 online ging. Per Textzeilen kann man ihm Fragen stellen und Antworten erhalten. Warum sich also nicht einmal über Fotografie unterhalten. Das hat unser Autor getan und durfte dabei einige völlig neue Dinge lernen bei diesem ChatGPT-Fail: Wie man einen analogen Film in die Digitalkamera einlegt und mehr.

Auch noch wichtig:


(fds)

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Heinz Duthel

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