Südspanien: Toter nach Machetenangriff in Kirchen


Stand: 26.01.2023 03:39 Uhr

Bei einem Angriff mit einer Machete ist in Südspanien ein Mensch getötet worden – mehrere Menschen wurden verletzt. Der Täter soll in mindestens zwei Kirchen Menschen attackiert haben.

Im südspanischen Algeciras ist ein Kirchendiener bei einem Machetenangriff getötet worden. Der mutmaßliche Täter habe in mindestens zwei Kirchen vier weitere Menschen verletzt, darunter einen Priester, berichteten der staatliche Fernsehsender RTVE und andere spanische Medien unter Berufung auf die Polizei. Er sei später festgenommen worden. Die Leiche des Kirchendieners wurde Berichten zufolge auf einem öffentlichen Platz vor einer Kirche der Stadt in Andalusien gefunden.

Von Polizei festgenommen

Nach Angaben des Innenministeriums wurde der mutmaßliche Angreifer festgenommen. Er sei nun in Gewahrsam der Nationalpolizei. Ein Ermittlungsrichter leitete eine Untersuchung zu einem möglichen Terrorakt ein. Bei dem Verdächtigen handele es sich um einen 25-jährigen Marokkaner. Der Mann war Augenzeugen zufolge mit dem Ruf „für Allah“ in die Kirche San Isidro eingedrungen und forderte die Menschen auf, sich zum Islam zu bekennen, wie die Zeitung „elDiario.es“ berichtete. Den anwesenden Priester habe er mit der Machete verletzt.

Drei Frauen hätten aus der Kirche flüchten können und aus einem nahegelegenen Friseurladen die Polizei alarmiert. Anschließend lief der Täter dem Bericht zufolge zu der nur 200 Meter entfernten Kirche La Palma, wo er Geistliche bedroht habe. Der dortige Messdiener habe sich ihm entgegengestellt und ihn bis auf die Straße verfolgt, wo ihn der Angreifer dann tödlich verletzt habe, schrieb „elDiario.es“ weiter. Kurz darauf sei der mutmaßliche Täter von der Polizei festgenommen worden.

Der regionale Regierungschef der autonomen Gemeinschaft Andalusien, Juanma Moreno, verurteilte das Verbrechen auf Twitter, rief zugleich aber zu Besonnenheit auf, während „die Fakten untersucht werden“. Er versicherte, dass „Intoleranz niemals einen Platz in unserer Gesellschaft haben wird“.



Heinz Duthel

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