Weniger als in Vorjahren: Staatshaushalt 2,6 Prozent im Minus


Stand: 13.01.2023 11:04 Uhr

Etwa 100 Milliarden Euro hat der deutsche Staat im vergangenen Jahr mehr ausgegeben als er eingenommen hat. Damit liegt der Staatshaushalt 2,6 Prozent im Minus. In den Vorjahren fiel das Defizit allerdings noch größer aus.

Der deutsche Staat hat im vergangenen Jahr mehr Geld ausgegeben als eingenommen. Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung lag das Defizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen 2022 bei 2,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt bekannt gab.

Die Ausgaben überstiegen die Einnahmen um 101,6 Milliarden Euro, wie es in einer ersten Schätzung des Bundesamtes hieß. Damit ist der deutsche Staatshaushalt das dritte Jahr in Folge in die roten Zahlen gerutscht. Das Defizit fällt jedoch niedriger aus als in den beiden Vorjahren, die von hohen Kosten infolge der Corona-Krise geprägt waren: 2021 lag des Defizit bei 3,7 Prozent, 2020 bei 4,3 Prozent.

Fachleute erwarten steigende Neuverschuldung

Für dieses Jahr rechnen die meisten Expertinnen und Experten mit einer steigenden Neuverschuldung, auch wegen der erwarteten schwachen Konjunkturentwicklung sowie der milliardenschweren staatlichen Subventionen für Gas- und Stromkunden. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) etwa sagt ein Finanzierungsdefizit von 4,0 Prozent voraus, das 2024 auf 2,2 Prozent fallen soll.



Heinz Duthel

Schreibe einen Kommentar