xrOS: Apples Mixed-Reality-Technik zeigt sich – in einer Windows-App


Apple hat den Namen seines künftigen Mixed-Reality-Betriebssystems in einer eigenen Anwendung erwähnt. Dabei handelt es sich um die Vorschauversion einer Software für Windows, mit der sich Apple-Geräte demnächst verwalten lassen sollen, sobald Apple auch auf dem PC von iTunes auf die Apple-Music-Anwendung umsteigt. Die sogenannte Apple-Devices-App war in dieser Woche im Microsoft Store als Preview aufgetaucht. „Verwalten Sie Apple-Geräte von Ihrem Windows-PC aus“, heißt es in der Beschreibung. Ein Screenshot zeigt die Konfiguration eines iPod touch an einem PC.

Der Jailbreak-Experte @aaronp613 vom Havoc Repo schaute sich den Code näher an und veröffentlichte dann am Mittwoch erste Ergebnisse. Diesen zufolge finden sich verschiedene Strings darin, die auf Apples Mixed-Reality-Hardware hinweisen, deren Vorstellung im Frühjahr erwartet wird. So tauchen dort sowohl die Begriffe „RealityOS“ als auch „xrOS“ auf – beides Namen, die in der Gerüchteküche bereits für Apples Mixed-Reality-Headset-Oberfläche erwähnt wurden. Ebenfalls zu finden ist der String „RealityDevice“. Die Hardware selbst könnte „Reality Pro“ heißen.

„xr“ steht dabei für „eXtended Reality“, also erweiterte Realität – eine alternative Begrifflichkeit für „Augmented Reality“ (AR). Aktuell nutzt Apple – unter anderem Konzernchef Tim Cook – für die Technik stets die Bezeichnung AR. iPhone und iPad beherrschen dank integriertem LIDAR und weiteren Funktionen wie genauen Bewegungssensoren schon seit Jahren die Überlagerung von Kamerabildern mit passend platzierten digitalen Daten. Dies soll die Grundlage für das Headset bilden, das sogar ein Drehrad für den Wechsel zwischen virtueller und physischer Welt mitbringen soll.

Zunächst hieß es über Monate, Apples neues Betriebssystem – das neben iOS, iPadOS, macOS, tvOS und watchOS stehen wird – werde „Reality OS“ heißen. Einem Bericht von Bloomberg zufolge soll Apple im Dezember aber beschlossen haben, auf „xrOS“ umzusteigen. Dass „realityOS“ nun wieder auftaucht, muss nichts bedeuten, Strings in Programmen können auch Überbleibsel eines früheren Standes sein. Dennoch ist es erstaunlich, dass sich Apple hier scheinbar selbst leakt – und dann ausgerechnet in einer Windows-App.

Es ist jedoch logisch, dass der Konzern sich darauf vorbereitet, das Headset auch unter Windows verwalten zu lassen. Genauso wie iPhone oder iPad dürfte es auch eine nicht geringe Zahl von PC-Nutzern haben, die es updaten und gegebenenfalls zurücksetzen müssen – auch ein lokales Backup ist denkbar. Apple hatte solche Jobs bislang der iTunes-App unter Windows überlassen, die nun aber durch Apple Music ersetzt wird.


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(bsc)

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Heinz Duthel

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